Das Haus

Es gibt Orte, die verfügen über eine wirklich lange und wechselvolle Geschichte.
 Die Weinstube KITZ ist einer davon. Es wurde liebevoll restauriert und hat mehrere Preise für den Denkmalschutz erhalten.

Eine kurze Historie des Hauses:
Das Haus in der Treibgasse 19 errichtete im Jahre 1803 ein Mitarbeiter des Kurmainzer Vizedomamts. Es war die Phase, in der Aschaffenburg als Residenz unter anderem durch die Förderung von Steinhäusern aufgewertet werden sollte. Der Bauherr hatte aber nur das Untergeschoss in Stein ausführen lassen, was seinerzeit zu einer kritischen Bemerkung in der Baugenehmigung führte: »Die hießigen Menschen haben ohne allen Grund wenig Empfänglichkeit dem Steinbau gegenüber«. Wenig später wurde auch die Hofeinfahrt überbaut.
1863 ging das Anwesen in den Besitz des Weinhändlers Friedrich Kitz über. Er nutzte den Keller, der sich unter dem gesamten Haus hinzieht, baute Fasshalle und Scheune für seine Zwecke um. 1885 erhielten die Fenster des Hauses wie viele klassizistische Häuser zu dieser Zeit im Obergeschoss Verdachungen als Zierelemente. Der Weinhandel florierte und ab 1912 gehörte sogar die bayerische Monarchie zu den Stammkunden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus schwer beschädigt, der Weinhandel wurde erst 1948 wieder aufgenommen, mit 50 Flaschen machte man den Neuanfang.
Seit 1950 bis 1985 betrieb die Familie Kitz, zuletzt die legendäre Magda Kitz hier eine Weinstube. 1999/2000 wurde das Haus durch die Eigentümer Eva und Clemens Kitz umgebaut und die heutige Weinstube Kitz eingerichtet. Der Umbau bewahrte einen Teil der Raumeinteilung, machte den Keller erlebbar und erhielt der Denkmalpreis der Aschaffenburger Altstadtfreunde.